3 Fragen an Karl-Heinz Mayer

12.12.2016

Karl-Heinz Mayer ist Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Technischer Direktor der Eaton Industries (Austria) GmbH für den Electrical Sector (EMEA) der Power Distribution Division. Seit 2013 ist er damit auch hauptverantwortlich für den Bereich Innovation, Programm Management Office und Codes&Standards.

Er beantwortete uns Fragen zu den Herausforderungen im Innovationsmanagement, zur Rolle von Kundenbedürfnissen und zur Steigerung der Innovationsleistung.

 

Was sind für Sie die größten Herausforderungen im Innovationsmanagement?
Um Ideen in Erfolge zu wandeln, wendet EATON ein striktes Innovationsmanagement an. Besonders herausfordernd dabei sind die Analyse und das Bewerten der Kundenbedürfnisse, sowie das Risikomanagement innovationskritischer Ideen. Speziell die Fülle an Marktinformationen, die man bei der Analysearbeit erhält, erfordern ein systematisches Verfahren, um daraus tragfähige und zukunftsorientierte Schritte für das Unternehmen ableiten zu können. In unserem Fall vertrauen wir auf ODI als eine sehr zuverlässige Methode, um Kundenbedürfnisse zu analysieren, zu bewerten und später in Produktideen umzusetzen.

Welche Rolle spielen für Eaton Kundenbedürfnisse bei der Entwicklung neuer Produkte?
Die Basis für jeden erfolgreichen Wertschöpfungsprozess ist ein tiefes Verständnis derjenigen Aufgaben, mit denen unsere Kunden täglich konfrontiert werden und die sie, um am Markt erfolgreich agieren zu  können, bestmöglich lösen können müssen. Aus der detaillierten Kenntnis dieser Aufgaben, auch Jobs genannt, erarbeiten wir fokussierte Lösungen, die einen optimalen Kundennutzen generieren. Damit können bestehende Lücken im Lösungsportfolio unserer Kunden erkannt und geschlossen werden. Diese Herangehensweise eröffnet uns auch die Möglichkeit, sehr effektiv innovative Lösungen zu generieren.
Voraussetzung dafür ist es, die Bedürfnisse unserer Kunden systematisch zu erforschen und in das Zentrum allen Handelns zu stellen. Der dafür angewandte Prozess „Outcome Driven Innovation“ bietet verschiedene Werkzeuge an, die - maßgeschneidert an das jeweilige Thema – systematisch eingesetzt werden können.

Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste Hebel zur Steigerung der Innovationsleistung?
Innovation scheitert sehr oft am Verständnis der Kundenbedürfnisse. Ein klares, umfassenden Verständnis der Kundenbedürfnisse stellt jedoch die Basis für alle weiteren Schritte im Innovationsprozess dar. Somit ist dies der wichtigste Hebel, um erfolgreiche Innovationen zu generieren und die Innovationsleistung zu steigern.