3 Schritte zur Umsetzung der Jobs-to-be-Done Denkweise im Unternehmen

21.02.2017

Outcome-Driven Innovation® ist ein überzeugendes Konzept, doch viele Entscheider fragen sich, wie sie die Jobs-to-be-Done Denkweise konkret im eigenen Unternehmen umsetzen können. Die gute Nachricht ist: "It’s not rocket science". Drei Schritte und eine Begleitung durch ODI Experten sind wesentlich.
 
Es gibt unzählige Ansätze und Maßnahmen, um ein Unternehmen innovativer und seine Innovationen erfolgreicher zu machen. Oft wird die gesamte Organisation in Angriff genommen und versucht, jeden einzelnen Mitarbeiter mit mehr Innovationskompetenz auszustatten, um damit einen breiten unternehmerischen Wandel herbeizuführen. Das ist durchaus wirksam – aber auch aufwändig. 
 
Bei Outcome-Driven Innovation® erfolgt die Steigerung der Innovationskraft des Unternehmens entlang eines konkreten Innovationsprojektes. Denn im ODI-Prozess lernen die beteiligten Teammitglieder die tatsächlichen, bislang verborgen gebliebenen Kundenbedürfnisse im Markt kennen – und nutzen diese Insights, um punktgenau zu innovieren. Anstatt Mitarbeiter ganz allgemein kreativer und innovativer zu machen, geschieht dies bei ODI zielgerichtet: Im Zentrum steht dabei immer der "Job-to-be-done" des Kunden. Die Steigerung der Innovationskraft der Organisation ist dabei ein erwünschter Nebeneffekt. 
 
Zur Umsetzung der Jobs-to-be-Done Denkweise im Unternehmen sind drei Schritte notwendig: 
 
1. Schritt: Den Job-to-be-Done des Kunden verstehen
Im ersten Schritt geht es darum, den Markt aus einem neuen, kundenzentrierten Blickwinkel heraus zu verstehen. Dabei wird nach einer qualitativen Analyse des Kunden und seiner Aufgabe – optimalerweise von einem ODI Experten durchgeführt – ein interdisziplinäres Team im Unternehmen zusammengestellt und in einem eintägigen Workshop geschult. Der Zeitaufwand ist relativ gering, aber dieser Schritt ist wesentlich, um ein gemeinsames Verständnis für den fokussierten Markt aus Aufgabensicht zu schaffen.
 
2. Schritt: Die bislang verborgen gebliebenen Kundenbedürfnisse erkennen 
Im zweiten Schritt werden ODI-Tiefeninterviews mit Kunden durchgeführt. Dabei werden die Aufgaben und Bewertungskriterien der Kunden detailliert analysiert und anschließend in einer großzahligen Studie von Kunden bewertet. Erfahrungsgemäß werden dabei ca. 150 eindeutig definierte und langfristig stabile Kundenbedürfnisse erhoben. Dieser Datensatz ermöglicht eine bedürfnisbezogene Marktsegmentierung, Wettbewerbs- sowie weitere Analysen, die als Basis für eine langfristige Markt- und Produktstrategie dienen.
 
3. Schritt: Die neuen Insights als Wachstumstreiber nutzen 
Im dritten Schritt werden die gewonnenen Erkenntnisse in der Organisation verteilt und für das jeweilige Anwendungsfeld nutzbar gemacht. Beispielhafte Anwendungen sind die Umsetzung einer Outcome-Driven digitalen Marktstrategie wie zB Google Adwords und SEO Kampagnen, die Erstellung von Verkaufsargumenten für das Sales Team, die Neupositionierung von bestehenden Produkten und Leistungen, die Entwicklung von hochgradig neuen Leistungsangeboten, oder die Anpassung des F&E Programms. 
Ausgehend von dem ODI-Projektteam werden die Erkenntnisse zu den tatsächlichen Kundenbedürfnissen breit im Unternehmen diffundiert und dienen an ihrem jeweiligen Bestimmungsort dort als Dreh- und Angelpunkt für unternehmerische Entscheidungen. 
 
Mehr zu diesem Thema und die neuesten Erkenntnisse zu Outcome-Driven Innovation® finden Sie im aktuellen Buch "Jobs to be Done – Theory to Practice" von Tony Ulwick.